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Charakter ist ein Ausdruck der Stärke und Schwäche vereint wie kein anderer, das eine kann ohne das andere nicht bestehen.
Ein guter Wein hat einen guten Charakter, ein guter Beton doch auch. Er schmeckt nur nicht so...
Beton zu verarbeiten ist eine Sache, Beton genau zu verarbeiten eine scheinbar unmögliche. In unserer, nun schon einige Jahre andauernden Beziehung zu diesem Material konnten wir Stärken und Schwächen kennenlernen und nutzen.
Die Fertigung unserer Produkte wird von unzähligen Faktoren begleitet, welche das Erscheinungsbild des Endproduktes nachhaltig beeinflussen. So ist Beton zwar hart aber nicht zäh. Zerrt man zu sehr an ihm ist er schnell eine gebrochene Persönlichkeit. Doch ganz gibt er nie auf. Es bedeutet, dass feine Risse, so schrecklich sie klingen, zu Beton gehören wie die Äste an einen Baum. Sie helfen ihm Spannungen abzubauen und entstehen oft bereits bei der Austrocknung oder an Zeitpunkten, an denen man es nicht erwartet hätte. Doch keine Angst, so schlimm es klingt, so harmlos ist es eigentlich. Feine Haarrisse in der Oberfläche sind meist unscheinbar und keineswegs störend. Wir verwenden klare Standards, nach welchen diese Risse beurteilt werden und über Sein oder Nichtsein des Produktes entschieden wird.
Es liegt auch in der Hand des Materials, für welche Farbe es sich genau entscheidet. Der Farbton kann stets etwas dunkler oder heller erscheinen. Die Ausbildung der Oberflächenmuster wird allein durch Ablagerungen des Materials beeinflusst, so entsteht stets eine Struktur, welche unsere Produkte zu richtigen Einzelstücken werden lässt.
Wir können zwar Vorgaben erstellen und das Material in bestimmte Richtungen lenken, die endgültige Entscheidung liegt aber immer noch bei diesem Werkstoff. Wir können und wollen hier auch keinen Einfluss nehmen, es würde die stärkste Charaktereigenschaft dieses Materials zerstören, seine Individualität.
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